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Unsere Kirchgemeinde

Schritte wagen - Auf einen Kaffee mit Fredy Sutter, dipl. Architekt ETH

Fredy Sutter, du hast ein Architekturbüro in Grabs. In unserem Projekt „Zukunft Evangelische Kirche Buchs“ bist du nicht derjenige, der offeriert, sondern hast einen Beraterposten...

Das ist so. Obwohl ich mir im ersten Moment schon auch die Frage gestellt habe: Wenn ich Berater bin, kann ich nicht mitmachen. Ich finde jedoch die Rolle des Beraters eine sehr spannende. Es ist eine Schnittstelle von verschiedenen Personen, bei der man gut zuhören muss. Mir ist es wichtig, dass zwischen den verantwortlichen der Kirche, den Architekten und schlussendlich auch der Kirchgemeinde ein gutes Miteinander entsteht. Als Berater muss es auch mein Ziel sein unnötige Situationen zu verhindern.

Diese Aufgaben von einem Berater und natürlich auch von einem Architekten sind nicht neu für dich. Wo siehst du in unserem Bauprojekt Chancen aber auch Herausforderungen?

Sicherlich eine grosse Chance sehe ich darin, dass die Kirchgemeinde am Ende von diesem Prozess ein gefreutes Resultat bekommen wird. Das Bedürfnis nach neuen und mehr Räumen ist unumstritten. Mit einem Kirchgemeindezentrum entstehen mehr Möglichkeiten für Aktivitäten und das Gemeindeleben kann erleichtert werden. Auf der anderen Seite ist ein neues Gebäude keine Garantie für irgendetwas. Die Herausforderung in dem Projekt besteht deshalb auch darin, dass sich die Kirchgemeinde von Anfang an miteinbezogen fühlt. Der Weg bis zum Endprodukt ist intensiv und jeder Schritt muss gut durchdacht sein. Aber dieser Weg ist auch ein guter und wertvoller für die ganze Kirchgemeinde Buchs.

Es ist bereits etwas her, seit der Kirchgemeindeversammlung Ende März. Was hat sich bisher getan im Projekt und was steht über den Sommer an?

Mittlerweile haben wir die Unterlagen für die Teilnehmer von dem Studienauftrag fertig gestellt. Bereits haben wir die fünf Architekturbüros ein erstes Mal getroffen. Ende April luden wir sie zu einer Begehung vor Ort auf der Wiese bei der Villa Zangger „Spatz“ ein und überreichten den Teilnehmern die Unterlagen. Nun haben die Büros Zeit bis zum 10. August ihre Arbeiten fertig zu stellen.

Was kannst du uns über die fünf Architekten verraten? Wie haben sie auf die Anfrage von der Baugruppe reagiert?

Es sind fünf Architekturbüros aus der Region. Sie alle haben bereits grössere Bauten – zum Teil auch öffentliche Gebäude – geplant und ausgeführt. Die Büros sind in der Lage ein solches Projekt, wie unseres, umzusetzen.

Die Reaktionen waren von allen sehr positiv. Bei jeder der Anfragen wurde uns als Baugruppe viel Freude und Dankbarkeit entgegen gebracht. Ich erlebe die fünf Architekturbüros als sehr motiviert.

Zu unserem Bauprojekt gehört ja nicht nur der Bau von einem Kirchgemeindezentrum, sondern auch eine Verbindung zur Kirche, die Kirche selber sowie die Umgebung. Wann und wie werden diese Punkte angegangen und umgesetzt?

Der Hauptfokus beim Studienauftrag liegt im Moment auf der Findung eines optimalen und umsetzbaren Projektes für ein neues Kirchgemeindehaus. Damit verbunden sind auch Ideen zur Umbgebungsgestaltung und einer behindertengerechten Verbindung zur Kirche.Die Anpassungen und Sanierungen in der Kirche werden auf jeden Fall nicht vergessen. Aber es macht Sinn die beiden Bausteine hintereinander zu bearbeiten und nicht gleichzeitig.

In diesem ganzen Projekt „Zukunft Evangelische Kirche Buchs“ was ist dein persönlicher Wunsch an uns und unsere Pläne?

Ich wünsche mir, dass die Kirchgemeinde Buchs als ganzes durch dieses Bauprojekt auch näher zusammenwachsen darf. Ein weiterer Wunsch ist auch, dass mit dem neuen Kirchgemeindezentrum Räume für jedermann und jedefrau geschaffen werden, durch die das Gemeindeleben gestärkt werden darf.

Das Gespräch mit Fredy Sutter führte Diakonin Nina Frauenfelder